Ausgangslage
Was geklärt werden musste
Aus einer zunächst überschaubaren B2C-Idee sollte eine Plattform entstehen, die ein schnell wachsendes Sortiment, komplexe Varianten, SAP-Datenflüsse, unterschiedliche Lieferantenformate sowie Lager- und Fulfillment-Prozesse zuverlässig verbindet. Mit mehreren hundert Bestellungen pro Tag mussten manuelle Tätigkeiten konsequent reduziert werden.
Lösung
Der technische Beitrag
Netkitchen entwickelte Shop, Datenflüsse und operative Prozesse als zusammenhängende Plattform. Dazu gehörten die technische SAP-Anbindung, rund 20 Partnerintegrationen über APIs, XML, CSV und individuelle Formate, umfangreiche Erweiterungen von Pickware ERP und WMS, lagergenaue Bestands- und Reservierungslogik sowie die Automatisierung von Checkout, Bestellung, Lieferantenkommunikation und Fulfillment. Mit der Shopware-6-Migration wurden URLs übernommen, individuelle Funktionen neu entwickelt und Integrationslogik in eine eigene Laravel-Middleware mit API und Redis ausgelagert. Eine skalierbare Server-, Cluster-, Sicherheits- und Monitoring-Infrastruktur trug den laufenden Betrieb.
Vorgehen
So wurde die Situation bearbeitet
2020: Von der B2C-Idee zum ersten Shopware-5-Shop
Die Zusammenarbeit begann 2020 mit der Idee, den B2C-Markt als zusätzlichen Vertriebskanal zu erschließen. Auf Basis von Shopware 5 entstand ein erster Onlineshop mit individuellem Layout und zunächst wenigen Tausend Artikeln.
Sortiment und Varianten auf über 400.000 Artikel skalieren
Neue Sortimente, ausgebaute Produktimporte und umfangreiche Variantenstrukturen – insbesondere im Bekleidungsbereich – ließen die Plattform auf mehr als 400.000 Artikel wachsen.
SAP und rund 20 externe Partner anbinden
Netkitchen entwickelte die technische Anbindung an das bestehende SAP-System des Mutterkonzerns, ohne dessen Betrieb zu übernehmen. Bestellungen wurden an SAP übertragen und Bestände zurückgespielt. Rund 20 Partner und Systeme – darunter TecAlliance, Nexmart, Dataform, Lieferanten und Fulfillment-Dienstleister – wurden über APIs, XML, CSV und individuelle Formate integriert.
Pickware ERP & WMS lagergenau erweitern
Pickware ERP und Pickware WMS wurden umfangreich an die Abläufe angepasst. Eine eigene Logik importierte Bestände je Lager und bildete Reservierungen ebenfalls lagerbezogen ab, statt nur einen globalen Gesamtbestand zu betrachten.
Bestellungen bis zum Fulfillment automatisieren
Adressprüfungen im Checkout, automatische Zuordnung und Übertragung von Bestellungen sowie eine Sicherheitslogik für Fulfillment-Dienstleister ermöglichten je nach Konstellation vollständig automatisierte Abläufe. Nachgelagerte Schritte wurden erst freigegeben, wenn die Einbuchung beim Dienstleister bestätigt war.
Auch Lieferanten ohne API automatisiert integrieren
Für Partner ohne geeignete API entstand eine eigene Softwarelösung. Eingehende Bestellbestätigungen in unterschiedlichen Datei- und Dokumentformaten wurden automatisiert erfasst, strukturiert aufbereitet und an die Shopware-Systemlandschaft zurückgegeben.
April 2025: Migration auf Shopware 6
Im April 2025 wechselte die Plattform von Shopware 5 auf Shopware 6. Bestehende SEO-URLs wurden migriert, individuelle Funktionen neu entwickelt und Schnittstellen teilweise vollständig überarbeitet. Eine parallel aufgebaute Serverlandschaft vermied beim eigentlichen Wechsel eine klassische längere Downtime.
Middleware und Infrastruktur für den skalierbaren Betrieb
Eine eigene PHP-/Laravel-Middleware mit API und Redis entkoppelte Integrations- und Prozesslogik zunehmend vom Shopsystem. Server- und Cluster-Strukturen, Loadbalancing, OpenSearch, CDN, SSL-Infrastruktur, Web Application Firewall, mehrere Staging-Umgebungen, Git-basierte Deployments und Monitoring ergänzten den Betrieb. Netkitchen betreute die Plattform bis April 2026.
Ergebnis
Belegte Wirkung
- Artikel auf der Plattform
- 400.000+
- Bestellungen pro Tag in der zuletzt ausgewerteten Phase
- mehrere hundert
- Angebundene Partner und Systeme
- ca. 20
Quelle: Projektstand zum Ende des Betreuungszeitraums.
Quelle: Letzte ausgewertete Phase des Betreuungszeitraums.
Quelle: Projektarchitektur im Betreuungszeitraum.
Aus einem Shop mit wenigen Tausend Artikeln entstand eine Systemlandschaft für mehr als 400.000 Produkte, komplexe Varianten und rund 20 angebundene Partner und Systeme.
Die lagerbezogene Bestands- und Reservierungslogik bildete die tatsächliche Verfügbarkeit über eigene Bestände, Lieferanten und Fulfillment-Prozesse präziser ab als eine rein globale Bestandsbetrachtung.
Lieferanten ohne moderne API konnten über die automatisierte Verarbeitung eingehender Bestellbestätigungen in gemeinsame Bestellprozesse integriert werden.
Automatisierte Bestellabwicklung, Lieferantenkommunikation, Datenverarbeitung, Fulfillment und Teile der vorbereitenden Buchhaltung reduzierten den manuellen Aufwand auch bei mehreren hundert Bestellungen pro Tag.
Die Laravel-Middleware entkoppelte Integrations- und Prozesslogik von Shopware und erleichterte damit Weiterentwicklung, Betrieb und den Wechsel auf Shopware 6.
Netkitchen begleitete die technische Entwicklung und den Betrieb der Plattform von der ersten Projektidee im Jahr 2020 bis April 2026.
